Dieser Naturpark bietet eine faszinierende Landschaft, geschaffen von der Urgewalt des Vulkans Teide. Christoph Kolumbus beobachtete den letzten großen Ausbruch im Jahr 1492, unmittelbar bevor er seine Entdeckungsreise nach Amerika fortsetzte, von der nahen Insel Gomera aus. 1798 gab es einen weiteren, diesmal weniger starken Ausbruch. Insgesamt hat der Teide 12 Millionen Kubikmeter vulkanischen Materials an seinen Seiten abgelagert, und diese Formationen werden von den Insel-Bewohnern als die Nasen des Teide bezeichnet.
Mit einer Höhe von 3.718 Metern ist der Teide nicht nur der höchste Berg ganz Spaniens, sondern zugleich die höchste Erhebung im ganzen Atlantischen Ozean. Eine Seilbahn bringt den Besucher bis auf eine Höhe von 3.600 Metern. Von hier aus kann, wer will, den Gipfel zu Fuß erreichen.
Von der Bergspitze aus genießt man an klaren Tagen einen großartigen Ausblick. Nicht weniger beeindruckend ist aber sicher der immense Krater des Vulkans, mit einem Umfang von rund 80 Kilometern. Nach vorheriger Vereinbarung mit der Verwaltung des Naturparks kann man (gratis!) an einer Besichtigung teilnehmen, wobei die Besucher zuerst mit Geländewagen in den Krater eindringen und dann zu Fuß bis zu einigen vulkanisch aktiven Abschnitten absteigen.
Rund um den Teide gibt es noch einige weitere kleinere Vulkane, darunter Montaña Rajada (2.509 m) und Montaña Chahorra (2.995 m). |
An der Seite des Teide befindet sich ein weitläufiges Flachland, genannt Cañadas, das von den Ureinwohnern der Inseln, den Guanches, früher als Weideland benutzt wurde. Heute sind die Cañadas von Lava bedeckt und weisen bizarre Formen, wie die Roques de García, und Höhlen, wie die Cueva del Hielo oder die Cueva de los Cazadores, auf.
In dieser Landschaft gibt es auch einige äußerst seltene Pflanzen- und Tierarten, etwa die Guanche-Rose, von der nur rund 50 Exemplare bekannt sind, das Teide-Veilchen, sowie einige Eidechsenarten, die ausschließlich hier leben.
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