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Die Moschee von Cordoba: "La Mezquita"

Die mitten im Stadtzentrum stehende Kathedrale in der Moschee von Cordoba ist ein Mosaik der Kulturen und Zivilisationen und vereint mehrere architektonische Stilrichtungen, die während der neun Jahrhunderte, welche der Bau und die zahlreichen Umbauten in Anspruch nahmen, aufeinander folgten.

Die beeindruckende Moschee, mit einer Ausdehnung von 23.000 Quadratmetern, die drittgrößte der Welt, ist von gewaltigen Mauern Foto umgeben und gilt als eines der schönsten Beispiele maurischer Kunst in Spanien. Der britische Autor Gerald Brenan bezeichnete sie überhaupt als das schönste und originellste Bauwerk ganz Spaniens.

Die Moschee von Cordoba begründete den Kalifal-Stil, der römische, gotische, byzantinische, syrische und persische Elemente einband und die Wurzel der gesamten maurisch-spanischen Architektur der nächsten Jahrhunderte werden sollte, bis zum Mudejar-Stil jener Mauren die im von den Christen zurückeroberten Spanien lebten.

Kalif Abderramán I. begann im Jahre 785 den Bau der Moschee auf den Überresten einer ehemaligen westgotischen Kirche, mit einer gigantischen Halle, bestehend aus 11 Schiffen mit insgesamt 110 Säulen aus Marmor und Granit. Die Kapitelle stammen von abgerissenen römischen und byzantinischen Bauwerken. Darüber befindet sich eine zweite Reihe von Bögen, damals eine architektonische Neuheit, und schafft ein einzigartiges Spiel von Licht und Schatten.

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833 vergrößerte Abderramán II. das Bauwerk und fügte 8 weitere Bögen hinzu, deren weiße Marmorsäulen aus dem römischen Amphiteater von Mérida stammen.

Alhakem II baute 961 den Mihrab, das Minarett, mit überschwänglicher Verzierung aus Marmor und die Kliba mit ihrer Kuppel aus verschlungenen Bögen. Beide zählen zu den bedeutendsten architektonischen Kunstwerken.

Den letzten und größten Ausbau führte 987 Kalif Almanzor durch. Das Bauwerk wurde auf das doppelte seiner ursprünglichen Ausdehnung erweitert; besonders erwähnenswert sind die Säulen aus blauem Marmor Foto mit zusammengesetzten Kapitellen sowie die Säulen aus dunkelrotem Marmor mit korinthischen Kapitellen.

Die Moschee von Cordoba unterscheidet sich in zwei Punkten von allen anderen: zum einen ist sie nicht nach Mekka hin ausgerichtet, sondern nach den Moscheen von Damaskus - vielleicht aufgrund nostalgischer Gefühle von Abderramán I., der diese, wie er in seinen Gedichten immer wieder ausdrückte, so sehr vermisste. Zum anderen befindet sich der Mihrab nicht im Zentrum des Gebäudes - Folge des Ausbaus durch Almanzor, der die Moschee nur nach Westen hin erweitern konnte, während im Süden der Fluss, Guadalquivir, und im Osten der Palast des Kalifen im Wege waren. Im Jahr der Rückeroberung Cordobas durch die Christen, 1236, wurde die Mezquita zur christlichen Kathedrale geweiht. Bereits im 13. Jahrhundert führte man die ersten Änderungen durch und fügte die Capilla Real, königliche Kapelle, hinzu. 1523 schließlich begann man nach dem Willen der katholischen Kirche und mit Unterstützung von König Karl V., gegen den Widerstand der Stadtverwaltung, mit dem Bau eines gewaltigen Kirchenschiffs im Inneren der Moschee. Die Arbeiten daueten 234 Jahre, weshalb die Kathedrale, ursprünglich in gotischem Stil, auch Elemente der Renaissance und des Barock zeigt. Foto

Bemerkenswert ist, im Inneren der Kathedrale, die Capilla del Cardenal mit dem Kirchenschatz, darunter die Monstranz von Enrique de Arfe, das elfenbeinerne Kruzifix von Alonso Cano sowie bedeutende Figuren und Gemälde.

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